MEMETERIA by Thomas May

Music & the Arts

Chailly in Lucerne

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Swiss Radio and Television has now posted the  opening concert of Riccardo Chailly’s debut with the Lucerne Festival Orchestra.

Chailly opened the 2016 Summer Festival on 12 August with a rousing performance of Mahler’s Eighth Symphony: the one work missing from the late Claudio Abbado’s otherwise complete  Mahler cycle with his beloved LFO.

The broadcast also includes a 10-minute portrait of the conductor with interviews by way of a prelude.

Christian Wildhagen, an expert on the Eighth (he wrote a dissertation about the work), covered Chailly’s interpretation for the Neue Zürcher Zeitung:

Chailly, der aus früheren Aufführungen so umfassende praktische Erfahrungen mit dem Stück hat wie kaum ein anderer Dirigent, erkennt das Problem und versucht zu dämpfen, wo immer es geht. Doch prompt verheddert er sich in dem Paradox, das er selbst so trefflich mit den Worten umschrieben hat, man müsse mit dieser Musik fliegen und doch mit beiden Beinen kontrolliert auf dem Podium stehen. Die Kontrolle des gewaltigen Apparats gelingt bereits mehr als achtbar, das Fliegen hingegen nicht.

[…]

Chailly deutet diese Vertonung der Schlussszene aus Goethes «Faust» völlig zu Recht als sakrale Oper – angesiedelt auf einer rein imaginären Theaterbühne, aber mit halbszenischen Momenten wie der Erscheinung der Mater Gloriosa (Anna Lucia Richter mit etwas zu irdischem Tonansatz in der Höhe) auf der Orgelempore, wo am Schluss beider Teile auch jeweils das Fernorchester seinen «Auftritt» hat.

Filed under: Lucerne Festival, Mahler

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